Rettungsgasse – Die neue Vorschrift

In den letzten Jahren kam es vermehrt zu Vorfällen auf deutschen Autobahnen, bei denen Autofahrende die vorgeschriebene Rettungsgasse nicht bildeten und die Arbeit der Rettungskräfte dadurch massiv erschwerten. Das Bundesverkehrsministerium reagierte darauf mit einer Änderung der Straßenverkehrs-Ordnung und schärferen Sanktionen. Ab Ende 2016 ist die vereinfachte Regelung in Kraft.

Es heißt nun, dass Autofahrende eine Gasse bilden müssen, „sobald Fahrzeuge auf Autobahnen sowie auf Außerortsstraßen mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung mit Schrittgeschwindigkeit fahren oder sich die Fahrzeuge im Stillstand befinden“. Zudem wurde präzisiert, dass die Rettungsgasse zwischen dem äußerst linken und dem unmittelbar rechts daneben liegenden Fahrsteifen für eine Richtung zu bilden ist.

Nach einem schweren Reisebusunfall auf der A9 mit 18 Todesopfern, bei dem die Ankunft der Rettungskräfte stark behindert wurde, wurden Rettungsgassen im letzten Jahr erneut zum Thema. Als Reaktion auf diesen und andere Fälle verabschiedete die Bundesregierung eine neue Verordnung.

Seit Oktober 2017 gelten folgende Sanktionen:

  • Nichtbilden einer Rettungsgasse: 200,00 Euro
  • Behinderung eines Rettungsfahrzeug / Gefährdung / Sachbeschädigung 240,00 bis 320,00 Euro zwei Punkte, ein Monat Fahrverbot
  • Missachtung von Blaulicht und Martinshorn:
    208,00 bis 320,00 Euro, zwei Punkte, ein Monat Fahrverbot

Tipps zur Adventszeit

Gemütliche Abende mit Plätzchen und Kerzenschein: Die Adventszeit ist für viele Menschen eine Zeit der Besinnlichkeit. Damit diese nicht durch Brände überschattet wird, die durch Unachtsamkeit ausgelöst wurden, mahnt der Deutsche Feuerwehrverband zum sorgsamen Umgang mit Kerzen. Dadurch könnten zahlreiche Feuerwehreinsätze in der dunklen Jahreszeit vermieden werden.

Neun einfache Tipps der Feuerwehr helfen, Brände zu verhindern:

  • Stellen Sie Kerzen nicht in der Nähe von brennbaren Gegenständen (Geschenkpapier, Vorhang) oder an einem Ort mit starker Zugluft auf.
  • Kerzen gehören immer in eine standfeste, nicht brennbare Halterung, an die Kinder nicht gelangen können.
  • Lassen Sie Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen – vor allem nicht, wenn Kinder dabei sind. Unachtsamkeit ist die Brandursache Nummer eins!
  • Auch wenn man sie häufiger als sonst verwendet und griffbereit haben möchte: Bewahren Sie Streichhölzer und Feuerzeuge an einem kindersicheren Platz auf.
  • Löschen Sie Kerzen an Adventskränzen und Gestecken rechtzeitig, bevor sie heruntergebrannt sind: Tannengrün trocknet mit der Zeit aus und wird zur Brandgefahr.
  • Achten Sie bei elektrischen Lichterketten darauf, dass Steckdosen nicht überlastet werden. Die elektrischen Kerzen sollten ein Prüfsiegel tragen, das den VDE-Bestimmungen entspricht.
  • Wenn Sie echte Kerzen entzünden, stellen Sie ein entsprechendes Löschmittel (Wassereimer, Feuerlöscher, Feuerlöschspray) bereit.
  • Wenn es brennt, versuchen Sie nur dann die Flammen zu löschen, wenn dies ohne Eigengefährdung möglich ist. Ansonsten schließen Sie möglichst die Tür zum Brandraum, verlassen (mit Ihrer Familie) die Wohnung und alarmieren die Feuerwehr mit dem Notruf 112.Rauchwarnmelder in der Wohnung verringern das Risiko der unbemerkten Brandausbreitung enorm, indem sie rechtzeitig Alarm geben.

Quelle: Deutscher Feuerwehrverband, www.feuerwehrverband.de